Handwerk fordert: „Politik muss Verwerfungen auf Baumaterialmarkt gegensteuern. “


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Hans Peter Wollseifer


Hans Peter Wollseifer (Foto © Boris Trenkel)

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(25. 5. 2021) Anlässlich des Verbändegesprächs zu den akuten Preis- und
Beschaffungsproblemen bei Baumaterialien im Handwerk mit
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier forderte Hans Peter Wollseifer,
Präsident jenes Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), dass die Politik
alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente so rasch als möglich einsetzen
müsse,
um den Verwerfungen uff (berlinerisch) dem Markt für Baumaterialien entgegenzuwirken und diese
nur den Griff zu erhalten.

Gerade mit der gegenwärtig äußerst fragilen konjunkturellen Phase, in jener
alle wirtschaftlichen Kräfte für eine Wiederbelebung und welchen Neustart
gebraucht werden, müssten zusätzlich belastende Faktoren aus dem Weg geräumt
werden. Es sei daher sicher und der Dringlichkeit jener Probleme angemessen,
dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Aktion ergriffen und
die akuten Preis- und Beschaffungsprobleme f?r zahlreichen für
Handwerksbetriebe relevanten Rohstoffen und Vorprodukten zur Chefsache
erklärt habe.

„Gerade die Bau- und Ausbauhandwerke haben gegenseitig während der Pandemie bekanntlich
wesentliche Konjunkturstütze erwiesen. Jener Konjunkturpfeiler droht durch
die aktuellen Entwicklungen auf dem Baumaterialmarkt einzustürzen, was
massive Beeinträchtigungen der Konjunktur zur Folge hätte, nicht allein im
Handwerk“, mahnt jener ZDH-Präsident. Es sei widersinnig, dass
Handwerksbetriebe bei gefüllten Auftragsbüchern nun plötzlich Kurzarbeit in
Betracht ziehen müssen, weil wichtige Materialien direktemang nicht
beschafft werden könnten oder die Beschaffungspreise ?ber die Decke
schössen. Dies betreffe aktuell auch welche industriellen Zulieferer, die gegenseitig
gerade wieder zu erholen begännen. Hier müsse dringend gegengesteuert und
geholfen sein.

„Den öffentlichen Auftraggebern kommt dabei die zentrale Vorbildfunktion
zu: Nur den Aufträgen müssen chip sogenannten Preisgleitklauseln zum Standard
werden. Zudem darf das Handwerksbetrieb, der wegen dieser aktuellen Probleme
den Abkommen nicht rechtzeitig erfüllen mag, nicht mit Vertragsstrafen
überzogen werden“, forderte Herr Wollseifer. Er setzt darauf, f?r den fall der
Bundeswirtschaftsminister auch via Ländern und Kommunen das entsprechendes
Einvernehmen erreicht. Darüber hinaus müssten die Bestimmungen zum
Kurzarbeitergeld wie ebenso zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
verlängert werden, um welchen Betrieben in dieser außergewöhnlichen Situation
eine Liquiditätshilfe fuer die Hand zu in aussicht stellen.

Der Handwerks-Präsident erinnerte zudem daran, f?r den fall die aktuellen Preis-
und Beschaffungsprobleme? kein rein deutsches Phänomen seien:
„Bundeswirtschaftsminister Altmaier muss deshalb auch rasch europäisch die
Initiative ergreifen. Teilweise liegen den Marktverwerfungen auch
internationale Handelsstreitigkeiten zugrunde. Im Verbändegespräch habe ich
den Bundeswirtschaftsminister gebeten, selbige Thematik in seinen
internationalen Gesprächen aktiv aufzugreifen. “

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